
Frage:
Dein Buch „Das neue Atlantis“ wirkt anders als deine bisherigen Bücher. Warum?
Antwort:
Das stimmt. Viele meiner früheren Bücher beschäftigen sich stärker mit dem inneren Weg eines Menschen – mit Heilung, Entwicklung oder spirituellen Erfahrungen.
„Das neue Atlantis“ richtet den Blick weiter. Es betrachtet größere Zusammenhänge und fragt, wie sich Zivilisationen entwickeln und welche Muster sich in der Geschichte immer wieder zeigen.
Frage:
Warum gerade Atlantis?
Antwort:
Atlantis ist für mich weniger eine verlorene Stadt als ein Symbol für einen Wendepunkt.
Immer wieder erreichen Kulturen einen Punkt, an dem Wissen, Technologie und Macht sehr schnell wachsen. Gleichzeitig entstehen neue Spannungen. Atlantis steht in diesem Buch für genau diesen Moment.
Frage:
Manche Leser sagen, das Buch sei anspruchsvoller als deine bisherigen Bücher. War das beabsichtigt?
Antwort:
Nicht bewusst. Beim Schreiben habe ich nur gemerkt, dass die Gedanken größer wurden.
Wenn man über ganze Zivilisationen nachdenkt, verändert sich automatisch auch die Sprache. Trotzdem hoffe ich, dass die Leser beim Lesen immer wieder spüren, dass es letztlich um etwas sehr Menschliches geht: um Verantwortung und Bewusstsein.
Frage:
Ist das Buch also ein spirituelles Buch oder eher ein gesellschaftliches?
Antwort:
Vielleicht beides.
Es geht um Geschichte, um gesellschaftliche Entwicklungen und um Bewusstsein. Für mich gehören diese Ebenen zusammen. Eine Zivilisation entwickelt sich nicht nur durch Technik oder Wissen, sondern auch durch das Bewusstsein der Menschen, die in ihr leben.
Frage:
Was würdest du dir wünschen, dass Leser aus diesem Buch mitnehmen?
Antwort:
Vor allem eine neue Perspektive.
Wenn wir beginnen, größere Muster zu erkennen, betrachten wir unsere eigene Zeit anders. Viele Entwicklungen wirken dann nicht mehr zufällig, sondern erscheinen als Teil einer größeren Bewegung.
Frage:
Du hast einmal gesagt, dass dieses Buch vielleicht besonders für Menschen interessant ist, die Verantwortung tragen. Warum?
Antwort:
Weil Entscheidungen immer in einem größeren Zusammenhang stehen.
Wenn jemand Verantwortung für andere Menschen trägt – in Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft – kann es hilfreich sein, die größeren Entwicklungen zu verstehen, in denen diese Entscheidungen getroffen werden.
Frage:
Ist „Das neue Atlantis“ also ein Buch über die Vergangenheit?
Antwort:
Eigentlich nicht.
Es benutzt die Vergangenheit, um unsere Gegenwart besser zu verstehen.
Frage:
Und warum der Titel „Ein Spiegel unserer Zeit“?
Antwort:
Weil Atlantis in diesem Buch genau das ist: ein Spiegel.
Wenn wir hineinschauen, erkennen wir nicht nur eine mögliche Vergangenheit – sondern auch Fragen, die unsere eigene Zeit betreffen.
Frage:
Wenn du dieses Buch mit einem einzigen Satz beschreiben müsstest – welcher wäre das?
Antwort:
Vielleicht dieser:
Dieses Buch ist kein Blick in eine ferne Vergangenheit, sondern eine Einladung, unsere eigene Zeit bewusster zu betrachten.







